Oklahoma könnte bald zum ersten US-Bundesstaat werden, der Bitcoin in seine Finanzstrategie aufnimmt. Das Repräsentantenhaus des Staates hat den Gesetzentwurf HB 1203, auch bekannt als „Strategic Bitcoin Reserve Act“, mit deutlicher Mehrheit von 77 zu 15 Stimmen verabschiedet. Sollte der Senat zustimmen, darf der Staat bis zu 10% seiner öffentlichen Mittel in Bitcoin oder andere digitale Vermögenswerte mit einer Marktkapitalisierung von über 500 Milliarden US-Dollar investieren.
Der Abgeordnete Cody Maynard, der den Entwurf eingebracht hat, sieht Bitcoin als Absicherung gegen Inflation und als Möglichkeit, finanzielle Stabilität für die Bürger Oklahomas zu gewährleisten. Er betonte, dass Bitcoin eine Alternative zu traditionellen Finanzsystemen darstelle, die oft von wirtschaftlicher Unsicherheit betroffen seien.
WATCH: Oklahoma House passes Strategic Bitcoin Reserve Bill HB 1203, 77 – 15.
Oklahoma joins Texas, Arizona, and Utah as the only states legislatures to pass Bitcoin Reserve legislation through one chamber. https://t.co/0oSIFVLCAb pic.twitter.com/Yl3C4tfefv
— Bitcoin Laws (@Bitcoin_Laws) March 25, 2025
Nach den Bestimmungen des Gesetzentwurfs wäre der Staatsschatzmeister berechtigt, Gelder aus verschiedenen öffentlichen Fonds, darunter der allgemeine Staatsfonds und der Revenue Stabilization Fund, in digitale Vermögenswerte anzulegen. Diese Investitionen sollen entweder direkt über eine sichere Verwahrungslösung gehalten, durch einen qualifizierten Verwahrer verwaltet oder in börsengehandelte Produkte investiert werden. Zusätzlich erlaubt das Gesetz staatlichen Rentenfonds, digitale Vermögenswerte zu halten.
Interessanterweise sieht der Gesetzentwurf auch vor, dass der Staat Bitcoin für Steuer- und Gebührenzahlungen akzeptieren könnte. Diese würden dann dem allgemeinen Staatsfonds gutgeschrieben und in US-Währung erstattet. Eine weitere Bestimmung ermöglicht es dem Staat, durch das sogenannte „Staking“ zusätzliche Erträge aus digitalen Vermögenswerten zu generieren, während das gesetzliche Eigentum daran erhalten bleibt.
Obwohl die Entscheidung auf Begeisterung in der Bitcoin-Community stößt, gibt es auch kritische Stimmen. Staatsschatzmeister Todd Russ äußerte sich vorsichtig und betonte, dass die Risiken und Chancen solcher Investitionen sorgfältig abgewogen werden müssten. Dennoch könnte Oklahoma mit diesem Schritt eine Vorreiterrolle in der staatlichen Adoption von Kryptowährungen einnehmen und damit neue Maßstäbe für die Integration digitaler Vermögenswerte in öffentliche Finanzstrategien setzen.